Die Riesling-Traube nimmt rund 22% unseres Anbaus ein...

Weißburgunder (pinot blanc)

(Anteil 8%)

Der Weißburgunder ist wahrscheinlich durch Mutation aus dem Grau- burgunder entstanden, der seinerseits aus dem roten Spätburgunder mutiert ist. Der pinot blanc ist in Frankreich bereits seit dem 14. Jhdt. bekannt.

 

Verbreitung:

Der Weißburgunder besetzt mit ca. 17000 ha weltweit nur ungefähr die halbe Fläche des Sauvignon blancs. Die größte Verbreitung hat der Pinot bianco in Italien (ca. 6.850 ha).

Deutschland und Österreich bestocken jeweils um die 3000 ha mit Weißburgunder und damit eine größere Fläche als Frankreich ca. 1.400 ha.

In Deutschland gehört der Weißburgunder zusammen mit dem Grauburgunder zu den Weißweinrebsorten mit der größten Rebflächenzunahme

 

Eigenschaften und Ansprüche:

Die Weißburgunder Beere ist länglich bis rund, grüngelb und hat einen neutralen Geschmack. Sie reift mittelspät bis spät, kurz vor dem Riesling. Die Weißburgunder Rebe ist sehr an- spruchsvoll und braucht warme Lagen sowie tiefgründige, nährstoffreiche Böden. Sie ist relativ spätfrostempfindlich und anfällig für Verrieseln. Dagegen ist die Sorte gegenüber Krankheiten ähnlich robust wie der Riesling. Die Empfindlichkeit gegenüber Stiellähme und Stielfäule ist geringer als beim Riesling. Bei gleichen Anbaubedingungen bringt der Weißburgunder gegenüber dem Riesling 6-8° Grad höhere Mostgewichte.

 

Wein:

Wertvoll sind Weißburgunder Weine ab 85° Öchsle. Charakter- volle Weißburgunder haben eine wesentlich geringere Säure als Rieslingweine und sind im Aroma neutraler. Bei entsprechender Reife können ungewöhnlich finessenreiche und fruchtige Weine entstehen die gelegentlich auch leicht nussig sein können. Die Frucht erinnert an reife Äpfel, Banane und Aprikosen.