Die Riesling-Traube nimmt rund 22% unseres Anbaus ein...

Silvaner

(Anteil 1%)

Die Herkunft des Silvaners ist unbekannt. Es wird vermutet, dass er aus Österreich oder dem rumänischen Siebenbürgen (Transsilvanien) stammt und eventuell während des 30-jährigen Kriegs nach Deutschland eingeführt wurde.

Der Silvaner war bis weit ins 20. Jhdt. die wichtigste Rebsorte Deutschlands und wurde erst 1975 vom Müller-Thurgau und in den 1980er und 1990er Jahren sogar von den roten Rebsorten Spätburgunder und Dornfelder überholt.

 

Verbreitung:

Der Silvaner belegt heute in Deutschland mit ca. 6.300 ha Rebfläche nach dem Riesling und dem Müller-Thurgau den 3. Platz in der Anbauflächenstatistik. Weltweit werden ungefähr 12.000 ha Silvaner kultiviert. Dabei wird neben Deutschland und dem französischen Elsass (ca. 2.000 ha) auch noch in Italien, Slowenien, Ungarn, Kalifornien und Australien in größerem Ausmaß Silvaner angebaut.

 

Eigenschaften und Ansprüche:

Der Silvaner reift mittelspät, nach dem Müller-Thurgau Während die Ansprüche des Silvaners an die Lage geringer als die des Rieslings ist, verhält es sich bei den Bodenanforderungen umgekehrt. Steinige und trockene Böden liebt er nicht. Zur Erzielung hoher Qualitäten sollte man schon einen tiefgründigeren gut wasserhaltigen Boden und eine wärmere Lage wählen. Als weitere, wichtige Maßnahme zur Qualitätssteigerung ist die Grünlese vorteilhaft. Hierbei wird der oft hohe Ertrag des Silvaners bereits frühzeitig reduziert indem man kranke und in der Entwicklung zurückgebliebene Trauben entfernt. Bei der entsprechenden Vegetationsdauer und Erzielung der Vollreife erreicht man Mostgewichte zwischen 80° und 100° Grad Öchsle.

 

Wein:

Der Silvaner ist geschmacklich der neutralste Weißwein in Deutschland. Diese Eigenschaft macht ihn zu einem idealen Essensbegleiter der sich immer gut anpasst. Die blassgelben oft hellen Weine sind je nach dem Reifegrad der verwendeten Trauben im Duft sehr verhalten bis zu deutlich ausgeprägten Aromen von saftigen Äpfeln, Basilikum und frischem Heu. Am Gaumen zeigen sich die Silvaner mild und eher neutral bei insgesamt sehr moderater Säure.