Die Riesling-Traube nimmt rund 22% unseres Anbaus ein...

Gewürztraminer (Roter Traminer)

(Anteil 6%)

Die Bukettsorte Traminer gehört zu den ältesten Kulturrebsorten unserer Heimat. Er ist vermutlich aus einer spontanen Kreuzung von Wildreben entstanden und soll aus Ägypten oder dem antiken Griechenland stam- men. Bei der Namensgebung hat Tramin in Südtirol Pate gestanden. Die Bezeichnung Gewürztraminer ist ein von der EU zugelassenes Synonym für „Roten Traminer"

 

Verbreitung:

Die Sorte Gewürztraminer steht in Deutschland, wo sie nach- weislich seit 1546 kultiviert wird, auf knapp 850 ha Rebfläche, in Österreich auf etwas mehr als 350 ha, im Elsass auf fast 2.700 ha und in Italien (inbesondere in Südtirol) auf knapp 500 ha. Darüber hinaus wird die Sorte in Tschechien, in Rumänien und zahlreichen anderen südosteuropäischen Ländern sowie in Australien (600 ha) und Südafrika (300 ha) angebaut. Weltweit sind etwa 8.000 ha Rebfläche mit Gewürztraminer bestockt.

 

Eigenschaften und Ansprüche:

Der Gewürztraminer ist eine relativ spät reifende Rebsorte mit mehr oder weniger intensiv rötlich gefärbten Beeren. Die Trauben haben eine kleine bis mittlere Größe und sind engbeerig. Der Gewürztraminer hat hohe Ansprüche an Lage und Boden, d. h. er benötigt windgeschützte und warme Lagen mit leicht erwärmbaren, tiefgründige und wuchskräftigen Böden. Nur die hohe Wärme während der Blüte garantiert ein gutes Verblühen und damit stabile Erträge. In der Realität sind diese Voraussetzung nicht immer gegeben. Eine starke Ver- rieselung und damit geringe Erträge sind die Folge. Außerdem ist der Gewürztraminer sehr chloroseanfällig und sehr empfindlich gegen Virosen. Zur Erzielung seines charakteristischen Buketts dürfen die Erträge nicht zu hoch sein (< 50 hl/ha). Das Mindestmostgewicht sollte nicht unter 80° Öchsle liegen. Leichtere Böden scheinen für die Bukettausprägung vorteilhafter als schwere. Die Krankheitsanfälligkeit gegenüber Pilzkrankheiten ist gering.

 

Wein:

Die Weine des Gewürztraminers zeichnen sich durch würzige Aromen aus das mehr oder weniger stark nach blühenden Öl- rosen duftet. Bei hochwertigen edelsüßen Weinen kommen dazu noch Geruchsnoten von Honig, Rosinen und Karamel. Die oft gehaltvollen, dichten Weine zeigen sich sehr säurearm (oft unter 5,5 /l) und würzig am Gaumen.