Die Riesling-Traube nimmt rund 22% unseres Anbaus ein...

Dornfelder

Dornfelder (Anteil 8%)

Der Dornfelder wurde 1955 in Weinsberg (Württemberg) gezüchtet. Er ist durch die Kreuzung von Helfensteiner (= Frühburgunder x Trollinger) und Heroldrebe (= Portugieser x Limberger) entstanden. Seit Anfang der 70er Jahre wird diese Sorte bei uns angebaut. Damals noch im Versuch, d.h. noch nicht offiziell zum Anbau zugelassen. Der Dornfelder hat insbesondere durch seine intensive dunkelrot - violette Farbe bei den Deutschen Rotweinen eine Revolution eingeleitet.

 

Verbreitung:

Der Dornfelder ist in fast allen Deutschen Weinanbaugebieten vertreten. In der Pfalz und in Rheinhessen ist es die am meisten angebaute Rotweinsorte.

 

Eigenschaften und Ansprüche:

Der Dornfelder reift mittelfrüh. Er kann aber aufgrund seiner geringen Fäulnisanfälligkeit und guten Stilfestigkeit häufig spät geerntet werden. Dies kann der Weinqualität sehr dienlich sein.

Die Dornfeldertraube ist sehr groß und hat große, dickschalige Beeren, die i. d. Regel lockerbeerig (geringe Beerendichte) angeordnet sind. In Jahren mit viel Feuchtigkeit zeigen diese Beeren ein außergewöhnliches Dickenwachstum. Charakteristisch für den Dornfelder ist der rote Beerensaft, der bei den meisten Rotweinsortenweiß bis roséfarben ist.

Die Ansprüche an den Boden sind gering, wobei sehrtrockene Lagen gemieden werden sollten. Die Rebsorte neigt zu hohen Erträgen, die aber im Sinne der Weinqualität bei uns durch eine intensive Grünlese (Entfernung unterentwickelter Trauben vor der Hauptlese) reduziert werden. Die durchschnittlichen Mostgewichte liegen zwischen 70° und 80° Öchsle.

 

Wein:

Der Dornfelder ist ein dunkelroter, manchmal Violettöne zeigender, markant fruchtiger Wein. Mit Hilfe der Maischegärung erhält er die Tannine (Bitterstoffe), die ihm Struktur und Rückgrat geben.