Die Riesling-Traube nimmt rund 22% unseres Anbaus ein...

Chardonnay

(Anteil 5%)

Der Chardonnay gilt zusammen mit dem Riesling als eine der vielseitigsten und besten Rebsorten der Welt. Er stammt aus dem Burgund wahrscheinlich aus dem gleichnamigen Ort Chardonnay im Département Saône et Loire. Er gehört zu den Burgundersorten und ist nach neuesten genetischen Forschungen eine Kreuzung zwischen Weißburgunder und Heunisch.

 

Verbreitung:

Im weltweiten Anbau übertrifft der Chardonnay mit ca. 100.000 ha Rebfläche den Riesling um ca. 40.000 ha. Der größte Chardonnayerzeuger ist Kalifornien mit über 39.000 ha und Frankreich mit einer ca. 1.000 ha kleineren Anbaufläche.

In Deutschland hat der Chardonnay erst zu Beginn der 90er Jahre Einzug gehalten. Seit 1992 nimmt die Rebfläche kontinuierlich um ca. 60 ha/Jahr zu und liegt heute bei über 800 ha in Deutschland.

 

Eigenschaften und Ansprüche:

Chardonnay wird gelegentlich als halbaromatische Sorte bezeichnet, denn in seinen besten Gewächsen dominiert nicht die primäre, an Äpfel und Pfirsiche erinnernde Sortenfrucht, sondern der mineralische Ton des Terroirs oder das buttrig- würzige, von Vanillenoten geprägte Bukett vom Barriqueausbau.

Die Chardonnay Rebe ist im Gegensatz zu den verwandten Burgundersorten sehr anpassungsfähig und kommt mit den verschiedensten Bodenarten und klimatischen Bedingungen zurecht. Zur Erzielung hoher Qualitäten sollte man aber auf warme Lagen und tiefgründige, nährstoffreiche Böden achten. Gegenüber den Rebkrankheiten ist diese Sorte relativ unempfindlich.

 

Wein:

Die Besonderheit des Chardonnay liegt darin, dass je nach Ausbauart sehr unterschiedliche Weintypen erreicht werden. Es ist auch eine Rebsorte, welche sehr gut zur Vergärung und/oder Ausbau im Barriquefaß geeignet ist. Ähnlich der Burgundersorten sind Chardonnay Weine sehr vielfältig als Speisebegleiter einsetzbar. Ihre eher verhaltene Aromatik macht sie sehr anpassungsfähig und zum harmonischen Begleiter vieler Gerichte.