Die Riesling-Traube nimmt rund 20% unseres Anbaus ein...

Portugieser

(Anteil 4%)

Wahrscheinlich stammt die Portugieser Rebe aus Portugal und gelangte über Österreich und Ungarn nach Deutschland.

Unter den Rotweinen liefert der Portugieser die einfacheren Konsumqualitäten. In guten Jahren können auch tiefdunkle Weine mit Burgundercharakter von hoher Qualität entstehen. Die Anbauflächen des Portugieser sind zu Gunsten anderer Rotweinsorten, insbesondere Dornfelder, zurückgegangen.

 

Verbreitung:

In Deutschland wird weltweit der meiste Portugieser angebaut. Zwischen 80 und 90 Prozent entfallen auf die Anbaugebiete Pfalz und Rheinhessen.

 

Eigenschaften und Ansprüche:

Der Portugieser reift mittelfrüh bis spät. Leider rückt die Krankheits- und Fäulnisanfälligkeit dieser dünnhäutigen Rebsorte den Erntezeitpunkt oft vor den Zeitpunkt der Vollreife. Ziel ist häufig die Erreichung von 60° Öchsle, dem Mindestmostgewicht für Qualitätsweine. In guten Jahren können die Portugieser Trauben gesund ausreifen und Mostgewichte von über 80° Öchsle erzielen. Der Portugieser bringt hohe Erträge und ist dabei relativ anspruchslos was Lage und Boden betreffen. Nachteilig kann seine hohe Frostempfindlichkeit sein.

 

Wein:

Der Portugieser bringt i. d. Regel einfache, leichte Rotweine. Die des öfteren zu beobachtende hellrote Farbe ist bei unseren Portugieser-Weinen eine Fehlanzeige. Die Maßnahmen zur Ertragsreduzierung, die Entfernung von unreifen und geschädigtem Lesegut und die Maischegärung führen zu einer guten Farbausbeute.

Eine besondere Bedeutung hat der Portugieser auch bei uns als Weißherbst. Dieser frische lachsfarbene Roséwein der mit einer harmonischen Restsüße eine fruchtigen Charakter besitzt, hat vor allem bei den jüngeren Konsumenten seine Liebhaber.